35. Europatreffen in Kopenhagen
06.-12. Mai 2002

jajaja, da ist wieder einmal ein Jahr ins Land gegangen und schon trafen sich knapp 400 Europafans, diesmal auf sehr kostspieligem Boden, oben in Dänemark. Trotz der immensen Investition wollten es immerhin 8 Dresdner wissen und waren für Euch mit dabei! Nachdem wir am Sonntag mit dem ersten 4er PKW von Rostock nach Gedser über die Ostsee geschippert sind, haben wir am frühen Abend die Jugendherberge in Amager (Stadteil von Kopenhagen) erreicht und nach dem Check In ging es dann noch einmal mit dem Bus in die abendliche City. Auf dem Stroget, mit 1,8km die längste Einkaufsmeile Europas, fand jeder mehr oder weniger günstig etwas zu essen. Nach einem anschließendem Bummel testeten wir die Betten der Herberge. Der erste Programmtag nahm seinen Anfang am zentralen DGI-Stadt-Hotel, wo es dann mit 3 Bussen nordwestlich in 50 Minuten nach Frederikssund ging. Dort schifften wir uns ganz tierisch ein und zwar inklusive einem sehr vielfältigem Mittagessen, was die geringe Aussicht aus den etwas hoch gelegenen Bullaugenfenstern egalisierte. Anschließend konnte man sich aber auch aufs Oberdeck hieven und eine ordentliche Mütze Sonnenschein nehmen, denn wettermäßig hatten wir voll den Hauptgewinn! Nach ca. 2 Stunden Fjordfahrt legten wir im südlich gelegenen Roskilde an. Dies war eine kleine schnuggelige Stadt mit einem historischen Dom, aber auch Shoppinggurus kamen in der Innenstadt auf Ihre Kosten. Am Hafen konnte man sich in einem Wikingermuseum von der originellen Bootsbaukunst dieser alten Rabauken überzeugen. Am späten Nachmittag trafen wir wieder in Kopenhagen ein und ein bunter Tag nahm individuell seinen Abschluß. Am Dienstag ging es wieder per Bus und diesmal westwärts über 2,5 Stunden. Unser Ziel war die Stadt Odense, die wir über die zweitgrößte Hängebrücke der Welt (1,8km-Belt Brücke)erreichten. Dort hatten wir die Möglichkeit, das Haus des Märchendichters Hans Christian Andersen (Der kleine Zinnsoldat) zu besichtigen. Auch hier gab es eine Einkaufsmeile, wo sich jeder individuell kulinarisch für den Rest des Tages eindecken mußte. Denn anschließend fuhren wir noch ein Stück zu dem schönen Schloß Egeskov. Hier sahen wir eine wunderbare Parklandschaft mit Tieren, aber auch das Schloßmuseum sowie Oldtimermuseum und eine Landwirtschaftsausstellung hinterließen Eindrücke... Damit das Ganze nicht zu trocken rüberkam, hatten die Schloßherren eine Stegkonstruktion in 20 Meter Höhe zwischen einige Bäume gehängt, wo man- ganz ohne Alkohol- die merkwürdigsten Gefühle beim Darüberspazieren bekam!

Klicken für Vollbild Rosenborg, was wir ebenfalls besichtigten
Klicken für Vollbild Amalienborg, Wohnsitz der dänischen Königsfamilie

Der Dienstagabend endete wieder in der City, wo sich spontan 31 Mann vor dem Tivoli -Kopenhagens bekanntester Vergnügungspark- versammelten und so -typisch deutsch!!- In den Genuß des Gruppenrabattes bei dem saftigen Eintrittspreis kamen. Wir Dresdner krönten den Dienstag danach so gegen 22.30Uhr noch mit einem Besuch im Stadtteil Christinana. Hier, so ähnlich wie die Dresdner Neustadt, gab es noch ein "autonomes Viertel", wo man wirklich Rauchen konnte, was einem vor die Pfeife kam Ich spreche hier von gewissen Rauschmitteln, die dort unter merkwürdigen Namen wie "Zombie""oder "Skunk" in striezelmarktähnlichen Büdchen feilgeboten wurden. Natürlich haben wir keinen Gebrauch davon gemacht und lieber unsere Taschen festgehalten, obwohl es absolut friedlich dort zuging. Leider war fotografieren ausdrücklich untersagt. Der Mittwochvormittag stand zur freien Verfügung und, was liegt näher, wir haben uns die große Carlsberg-Brauerei im Stadtkern angesehen - selbstverständlich mit Freibier zum guten Ende! 15Uhr wurden wir busmäßig wieder vom DGI abgeholt und es ging zum "BAKKEN", dem ältesten Vergnügungspark im nördlichen Kopenhagen. Dort absolvierten wir zunächst eine 1,5stündige Waldwanderung, wo uns z.B. in 20 Minuten und 3 Sprachen erläutert wurde, was ein 250jähriger Ahornbaum dort zu suchen hat ànun wissen wir es! Danach ging es im Bakken dann auf der Holzachterbahn mächtig zur Sache, zum Glück waren diese Bretter nicht 250 Jahre alt! Gegen 18.30Uhr rückten wir in eine Schenke vor Ort ein, wo es dann für anderthalb Stunden hieß: all you can eat and all you can drink! So mussten schon die alten Wikinger gehaust haben. Zum zünftigen Essen wurde gutes Bier ohne Ende gereicht (in normalen Kneipen bezahlt man für nen halben Liter dort oben schlappe 6€ !) Danach Rot- und Weißwein bis zum Abwinken, logisch das die Stimmung beim Einsatz der Musikband auf der Tanzfläche kulminierte! Manch einer wußte am nächsten Tag gar nicht mehr, mit wem er getanzt hatte! Da auch der Donnerstag bis zum Abend zur freien Verfügung stand, haben wir uns mit 8 Mann zum Gruppenrabatt mit dem Zug aufgemacht, die schwedischen Gardinen einmal aus der Nähe zu sehen. Über bzw. unter dem Öresund ging es auf nach Malmö. Gardinen haben wir zwar keine gesehen, aber doch einige Teilnehmer unseres Europatreffens, die die gleich Idee wie wir hatten. Nach einem ausgiebigem Stadtbummel inklusive Parks und Mittagspause ging es wieder zu den Dänen rüber. Am Abend trafen wir uns in einem großen Cityhotel. Hier fand nach einem Willkommensdrink der Begrüßungsabend statt, wo auch wir die 2. Hälfte unserer DD-Abordnung inklusive Chefin begrüßen durften. Beim Tanz und Smalltalk und Smalldrink verging der Abend wie im Fluge.

Klicken für Vollbild In Kopenhagen

Am Freitag wurden die Europabummler aufgrund der gewachsenen Menge in zwei Hälften geteilt. Wir durften zuerst eine 50-Minuten-Hafenrundfahrt bis hinauf zur Merrjungfrau Ariel erleben. Da die zu durchfahrenden Brücken sehr geizig konstruiert waren, hieß es öfter Mal: Kopf einziehen! Hinsetzen! oder auch: Hände rein!

Klicken für Vollbild Drei "Meer"jungfrauen

Anschließend fuhren wir in eine Turnhalle, wo das ein kaltes Dänische Buffet auf uns wartete. Nachdem wir unsere Batterien aufgeladen hatten, ging es mit den Bussen zum Schloss Frederiksborg. Hier hatten wir bis zum Schloßrundgang etwas Zeit, so konnten wir uns in herrlicher Sonne auf dem Rasen des nahen Schlossparks etwas flach machen!

Klicken für Vollbild Die Dresdner beim "flach machen"

Anschließend gabs einen 1,5stündigen Gewaltmarsch durch die Schloßgeschichte, bei dem wir u.a. erfuhren, daß der Dänische König im Jahre 1766 bereits den Striptease erfunden hatte. Den Abend konnten man dann ganz individuell, oder bei der "After Hour" Diskothek im DGI verbringen. Am Samstag war um 11Uhr ein Stadtspaziergang vorgesehen. Aber viele unternahmen auch etwas auf eigene Faust. So war der Botanische Garten im Zentrum auf jeden Fall einen Besuch wert und der nahe gelegene Strand von Amager lud bei herrlichem Wetter zum Baden im Öresund ein. Auf jeden Fall ein herrliches Erlebnis, direkt vor der Mammutbrücke nach Malmö und 20 Windenergiemühlen direkt im Meer zu wassern. Zum Großen Gala Ball wurden um 18.30Uhr dann die Tore zur Turnhalle im DGI geöffnet. Auf geräumigen Handballfeldern durften wir zum kalten Buffet Platz nehmen und das Bier für 4,30€ schmeckte aus den Plastebechern gut dazu. Die gute Tanzmusik vom Ballorchester "See Twice" entschädigte für einiges. Als Sahnebonbon wurde von den langen Dänen eine ca. 50köpfige Tanzgruppe präsentiert, die eine Abart des amerikanischen Squaredance zelebrierte. Anschließend konnten auch wir diese Tanzart unter Dänischem Kommando ausprobieren.

Klicken für Vollbild Die Dresdner Teilnehmer in Ballkleidung

Später erlebten wir die clevere Präsentation des Berliner KLM, der nächstes Jahr zum Europatreffen einlädt. Der Weg dorthin ist für uns dann nicht so weit und das ist auch gut so! Wir hoffen somit auf eine gewaltige Explosion der Dresdner Teilnehmerzahlen! Die Verabschiedung am Sonntagmorgen haben wir uns geschenkt, da wir noch viele Kilometer, eine Fähre und auch große Staus vor uns hatten.

Klicken für Vollbild Auf der Fähre zurück nach Deutschland

Also mir hat es bei Dänen gut gefallen und manches weniger Gelungene muss man wohl mit dem enormen Preisniveau dort oben entschuldigen. Auf jeden Fall kann man eine Stadt wie Kopenhagen wohl kaum intensiver erleben, als bei einer Woche Europatreffen. Wir sagen Mange Tak zum "De Hojes Klub", was soviel wie vielen Dank heißt. Weitere Informationen zum Europatreffen und Fotos findet Ihr auch auf meiner Homepage www.Frankieboy.brauchturlaub.de

Frank Gregor